Kann Gestaltung Verbindungen sichtbar machen, wo zunächst nur Unterschiede wahrgenommen werden?
Zip – Verbundenheit trotz Differenz: Eine gestalterische Intervention in der Nürnberger Südstadt
Installation
Zip – Verbundenheit trotz Differenz beschäftigt sich mit den Fragen:
Wann wird ein Ort zu mehr als nur einem Ort?
Wann fühlen wir uns mit ihm verbunden?
Reicht es wenn wir ihn kennen oder müssen wir bleiben,
mit ihm interagieren oder sogar Spuren hinterlassen?
Viele Menschen bewegen sich täglich durch öffentliche Räume, ohne sie wirklich
wahrzunehmen. Plätze werden zu Durchgangsorten, Straßen zu bloßen Adressen.
Differenzieren können wir manche nur über ihre Namen. Ein Platz, dem selbst das fehlt,
ist der Vorplatz vor dem Südstadtbad und der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche. Ein Platz,
der sich aus Gegensätzen zusammensetzt: Er verbindet eine Kirche und ein Bad, Ruhe und
Hektik, Rast und Transit.
Gleichzeitig ist die Südstadt selbst ein Mosaik aus Sprachen, Kulturen,
Lebensrealitäten, Erfahrungen. Vielfalt, die überall sichtbar ist und doch kaum ein
gemeinschaftliches Gefühl erzeugt. Viele Menschen leben hier nebeneinander, aber selten
miteinander. Koexistenz ohne Verbundenheit.
Genau hier setzt das Projekt an. Aus dieser Spannung heraus entsteht das Leitmotiv:
Verbundenheit trotz Differenz. Kann Gestaltung Verbindungen sichtbar machen, wo zunächst
nur Unterschiede wahrgenommen werden? Kann ein Platz Identität stiften, nicht indem er
Unterschiede glättet, sondern indem er sie verdeutlicht? Weg von einem anonymen
Durchgangsort, hin zu einem Ort, der Begegnung, Ausdruck und Gemeinschaft.
Diese Arbeit untersucht, wie der öffentliche Raum gestaltet sein kann, um Zusammenhalt
zu fördern – räumlich, symbolisch und emotional. Sie lädt dazu ein, neu über
Gemeinschaft in vielfältigen Stadtteilen nachzudenken und darüber, wie Gestaltung
Menschen nicht nur umgibt, sondern miteinander in Beziehung setzen kann.
Raum und Event, CGO
Betreuer:innen:
Prof. Olaf Thiele, Prof. Burkard Vetter, Prof. Christine Albert