POLYMORPH

Wie sieht Wut aus, die man nie sieht?

Weibliche Wut

Typografisches Buchprojekt

„Weibliche Wut“ ist ein typografisch-visuelles Printprojekt, das die gesellschaftliche Delegitimierung weiblicher Wut sichtbar macht und ihr eine dokumentarische Form gibt. Ausgangspunkt sind qualitative Gespräche mit Frauen und weiblich gelesenen Personen, deren Erfahrungen von alltäglicher Abwertung, Grenzüberschreitung und struktureller Ungleichbehandlung aufgezeichnet und zu narrativen Texten verdichtet werden. Diese individuellen Berichte werden mit recherchierten Fakten, Studien und Essays gerahmt, die die beschriebenen Situationen in ihren gesellschaftlichen Kontext einordnen. Das Projekt zeigt, wie weibliche Wut entsteht, warum sie systematisch unsichtbar gemacht wird und welche Bedeutung sie als kollektive Erfahrung hat. Es macht nachvollziehbar, dass diese Wut nicht privat oder übertrieben ist, sondern Ausdruck realer Machtverhältnisse. „Weibliche Wut“ bietet damit eine zugängliche, nicht-akademische, aber fundierte Auseinandersetzung mit einem Thema, das viele betrifft, aber selten benannt wird.

Typografie, Grafikdesign

Betreuer:innen:
Prof. Vetter, Prof. Dr. Schaden, Prof. Lange