POLYMORPH

Wie entsteht kreative Vielfalt aus der intensiven Auseinandersetzung mit einem einzigen, einfachen Inspirationsobjekt?

Flux³

Handgebundene Sammlung Kreativer Arbeiten basierend auf Illustration und Fotografie in A2/A3

Jenifer Hermann
Anna-Lena Niedermeier

Flux³ untersucht, wie aus der Auseinandersetzung mit einem scheinbar unscheinbaren Thema – Pilze – ein vielschichtiger gestalterischer Prozess entstehen kann. Der Titel verweist auf das Prinzip der dauerhaften Wiederholung und Veränderung, das die Arbeit prägt: ein fortlaufender Kreislauf aus Beobachten, Interpretieren und Transformieren. Ausgangspunkt ist die Frage, inwiefern Designer*innen Inspiration aus alltäglichen oder ungewöhnlichen Quellen gewinnen können. Durch die genaue Beobachtung, Analyse und Interpretation spezifischer Pilzformen, -strukturen und -ästhetiken wird sichtbar, wie reichhaltig selbst kleinste natürliche Phänomene als Ausgangspunkt kreativer Gestaltung dienen.

Im Zentrum von Flux³ steht nicht der Pilz als biologisches Objekt, sondern seine Funktion als Auslöser eines explorativen Designprozesses. Die entstandenen Illustrationen, Fotografien und Collagen lösen sich bewusst vom ursprünglichen Kontext und zeigen, wie Wahrnehmung, Abstraktion und Transformation zentrale Werkzeuge gestalterischer Forschung sind. Das selbstgebundene Buch vereint diese freien Arbeiten zu einer Sammlung, die nachvollziehbar macht, wie sich aus wiederholten Beobachtungen neue Formen, Ideen und Bildwelten entwickeln. In diesem Sinne spiegelt der Titel die Arbeitsweise wider: ein mehrfacher, stetig fortlaufender Gestaltungsfluss.

Flux³ demonstriert, dass Inspiration kein seltenes oder zufälliges Ereignis ist, sondern aus einer Haltung der Neugier entsteht. Wer genau hinschaut, entdeckt im Alltäglichen das Außergewöhnliche. Damit wird der kreative Prozess selbst zur Erkenntnis: Designer*innen können sich grundsätzlich von allem inspirieren lassen – von der Natur, von Strukturen, von Details, von Dingen, die oft übersehen werden. Die Untersuchung der Pilze dient hier als exemplarisches Beispiel dafür, wie vielfältig und produktiv scheinbar unspektakuläre Ausgangspunkte für gestalterisches Schaffen sein können.

Fotografie, Typografie, Grafikdesign

Illustration, Fotografie, Cast

Betreuer:innen:
Prof Oliver Kussinger, Prof Burkard Vetter, Prof. Dr. Christoph Schaden,
Prof Sybille Schenker