POLYMORPH

Wie werden Schönheitsideale genutzt und missbraucht, um Hierarchien zu rechtfertigen?

Schönheit gegen die Menschlichkeit

Buch/Magazin

Das Projekt „Schönheit gegen die Menschlichkeit“ ist ein in Magazinform gestaltetes Buch, das die Spur von Schönheitsidealen vom antiken Griechenland über das 18. Jahrhundert bis zur NS-Ästhetik verfolgt. Es zeigt: Vorstellungen von Schönheit sind nie unpolitisch. Sie spiegeln nicht nur Machtverhältnisse wider, sie formen auch politische Ideologien selbst. Warum hält sich die Kröte für das schönste Tier, und wie verwandelt sie sich Schritt für Schritt in das antik-griechische Schönheitsideal? Wie führen unterdrückte homoerotische Sehnsüchte eines Mannes im 18. Jahrhundert letztlich zu Leni Riefenstahls Bildsprache der NS-Propaganda? Warum stehen moderne, glatte Hausfassaden in Verbindung mit angeblich kriminellen Ohren und holen koloniale Logik nach Wien? Wieso behauptet Adolf Loos, einer der einflussreichsten Architekten der Moderne, Tätowierte, die nicht im Gefängnis sitzen, seien nur deshalb frei, weil sie gestorben sind, bevor sie einen Mord begehen konnten? Und wie leben pseudo-wissenschaftliche und rassistische Schädelmessungen und Ideale in der Logik mancher Memes weiter?

Typografie, Verbale Kommunikation, Illustration

Betreuer:innen:
Prof. Vetter, Prof. Dr. Ackermann, Prof. Schenker